Rhytmen Grundlagen
Musik
Rhythmen
Autor Martin Küttel 2017.
Die Quellen der Rhythmen sind bei den Notenbilder eingetragen.
Diverse Texte sind aus dem Internet kopiert worden und von mir zusammengestellt worden.
AllgemeinesDas Schriftstück möchte die zeitliche Entstehung der verschiedenen Rhythmen aufzeigen. Dabei werden nur die „moderneren“ Stilrichtungen wie Latin und Jazz betrachtet. Die meisten recherchierten Angaben stammen aus dem Internet aus Liederbeschreibungen oder aus Wikipedia. Die dargestellten Rhythmen sind Abschrieb aus meiner Schlagzeugschule bei Tom Abegglen Brienz oder aus der IPhone App Drum-School von Ferenc Nemeth. Man kann aber auch sagen, dass das meistens Standard Noten sind, die so oder ähnlich überall publiziert werden.
Was ist Rhythmus
Der Grieche Aristoxenos der als Erster den Rhythmus definierte, bezog neben der Musik auch noch die Sprache beim Gesang und die Körperbewegung beim Tanz mit ein.
Ich beschränke mich auf die musikalische Definition von Rhythmus.
Der Zeitliche Ablauf kann wie folgt gegliedert werden.
• Grundschlag … das ist ein gleichmäßiger Impuls (Schlag) d.h. der zeitlich Abstand ist konstant.
• Der Grundschlag wird in ein Taktmuster eingeteilt das immer gleiche Anzahl Schläge aufweist.
• Das Metrum ist die Betonungsordnung es gibt vor welche Schläge im Takt betont werden sollen, ohne dass diese mit Akzenten versehen werden.
• Rhythmus ist das durch die Folge unterschiedlicher Notenwerte entstehende Akzentmuster über dem Grundschlag.

Schlagarten beim Schlagzeug
Damit Sie die Notenbeispiele besser lesen können, seien hier noch einigen Schlagarten erläutert.
Triole; drei Schläge pro Grundschlag (dargestellt mit einer Klammer über den 3 Noten)
Die 3 Schläge werden immer als 1 Grundschlag der nächst längeren Note gewertet
(z.B. 3/8Noten werden als eine Viertelnote gezählt).
Schlepper; Ein kurz aufeinander folgender rechts, links Schlag der beinahe als ein Schlag gehört wird (dargestellt mit einer kleinen Vornoten, manchmal auch Aufschlagsnote genannt). Ein Schlepper wird wie ein Grundschlag behandelt.
Gefederter Schlag: Der Stick wird dabei locker nachgedrückt, so dass mit einer Ausholbewegung mehrere Rebounds (Federungen) erreicht werden. Ein gefederter Schlag wird wie ein Grundschlag behandelt. Die Darstellung sind zwei (oder auch 3) schräge Striche im Notenhals.
Sidestick: Ein Sidestick ist ein Schlag der auf die Snarekante geschlagen wird, ohne das Fell zu berühren (dargestellt wird der Sidestick als x-Notenkopf auf der Snarelinie).
Rim-Shot: Beim Rim-Shot wird der Stick umgedreht und der Kopf wird auf das Fell gedrückt mit dem dickeren Ende wird nun der Schlag auf der Snarekante ausgeführt.
LHRS: Dieses Kürzel steht für „ Left Hand Rim-Shot“
HH: Bedeutet Hi-Hat und meint, dass mit den Stick das HiHat geschlagen wird.
PHH: Bedeuten Pedal HIHAT das HiHat wird mit dem Fuss betätigt. Darstellung; HiHat offen ein Ring über der Note, HiHat geschlossen ein Plus über der Note.
Bell (Glocke): wird als Raute dargestellt (ausgefüllt wenn es eine Cimbalglocke ist oder leer wenn es eine echte Glocke ist).
Cimbals: Werden mit dem Stick geschlagen man kann sehr unterschiedliche Klänge erzeugen.
· Schlag auf die Glocke in der Mitte > sehr heller, kurzandauernder Klang
· Gefederter Schlag auf im Mitteltei der Cimbal klingt auch kurz entsprechen dem Cimbaltyp
· Voller schlag auf die Kante ergibt einen lang ausschwingender Klang ebenfals je nach Cimbaltyp.
Es gibt beim Schlagzeug einige Becken die charakteristisch klingen;
Ride: tragender Ton (19-22 Zoll)
Crash: Starker Ton, der einen metallischen Zusammenprall simuliert. (14-18 Zoll)
Splash: Simuliert einen Ton als ob ein Gegenstand ins Wasser geworfen wird. (8-12) Zoll
China Becken: Dieses Becken sind speziell geformt zuinnerst hat es eine Glocke (wie die andern auch) dann folgt eine Wölbung nach innen und am äußeren Rand ist das Becken wieder in die Gegenrichtung gebogen. Man hat meist zwei verschiedene Klangbilder je nachdem ob man auf den inneren Teil oder den äusseren Teil schlägt.
Bpm: (beats per minute) Das ist die Abkürzung von „Schläge pro Minute“ d. h. es ist eine Tempoangabe. Früher nannte man das Metronom. Bpm=60 heißt, dass pro Sekunde ein Grundschlag erfolgen soll.
Claves (Schlüssel)
Calves ist ein einfaches Instrument, nämlich zwei Kanthölzer ca. 10cm lang.
Claves ist ein Akzentmuster in der kubanischen Musik.
Polyrhythmik: bezeichnet die Überlagerung mehrerer verschiedener Rhythmen in einem mehrstimmigen Stück. Dabei kann jede einzelne Stimme auch einen eigenen Takt oder gar ein eigenes Metrum haben (Polymetrik).Das Bild zeigt eine Darstellung über die Entstehung der Rhythmen und Tänze mit Ihren Verbindungen, nach zeitlicher Entstehung gegliedert.

Die Farben und Pfeile sollen die Gruppenverwandschaft zeigen.
Man sieht oft auch andere Darstellungen, weil nicht immer ganz klar ist, was, wann, woraus entstanden ist.
Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Dennoch habe ich versucht alles was ich wusste darzustellen.
Die Bedeutung der einzelnen Rhythmen ist aber nicht im Vordergrund, so sind einigen bei uns sehr wohl bekannt andere kaum.
Einige der Wichtigsten möchte ich deshalb nachfolgend beschreiben und mit Notenbeispielen vorstellen
Dabei habe ich die Jazz- (Nordamerika) und die Latin Rhythmen (Südamerika) getrennt behandelt.