Latina-Rhythmen
Musik
Latina-Rhythmen
Die Mauren (Mauretanier) eroberten Mittelamerika und die Karibik und brachten dabei Ihre Kultur mit (Culumbus, Cortez).
Diese bestand aber nicht nur aus der reiner maurischer Kultur, die vor allem in Südspanien beheimatet war. Im Norden Spaniens hatte durch die Evangelisierung auch die französische Kultur einen großen Einfluss z.B. der Contra Dance der in den Königshäuser zelebriert wurde.
Die Spanier hatten die Urbevölkerung der Karibik bei Ihrer Eroberung praktisch ausgerottet (niedergemetzelt) und mussten nun Arbeitskräfte aus Afrika und China herbei holen.
Das virtuelle Gitarrenspiel zusammen mit dem Flamengotanz ist der spanische Anteil an den Latina-Rhythmen. Auf Kuba spielte man eine bauchige 6 seitige Gitarre, die Tres genannt wird.
Die Sklaven aus mittel Afrika brachten die Trommelrhythmen mit, die man mit der Conga und der Betatrommel spielte.
Die Kontraktarbeiter aus China steuerten das Cornetino Chino bei, ein Blasinstrument mit Mundstück aber Anstelle von Ventilen und Zügen hat es Löcher wie bei einer Flöte. Sie wurde aber bald einmal durch uns bekannte Blasinstrumente wie Trompeten oder Posaunen ersetzt. Das Cornetino Chino ist heute nur noch im Karneval zu sehen.
Motive aus Tanzformen der spanischen Kolonisatoren, wie Menuett, Contradanza, Bolero oder Zapateado mischten sich mit den afro-kubanischen Rhythmen zu einem eigenständigen Musikstil.
Es entstehen daraus viele Rhythmen oft auch verbunden mit Tänzen, manchmal ist nicht klar ob man es nun mit einem Rhythmus oder einem Tanz zu tun hat.
Son, Guajira, Cha Cha Cha, Rumba, Marcha, Guaracha, Comparsa, Guaguanco (Yambu), Mozambique, Cumbia, Merengue, Bembe, Plena, Bolero, Son Montuno, Caballo, Caballo Funk, Chachalokuafun, Pilon, Songo, N.Y. Mozambique und Mambo.
Son Cubano
Der Son ist der zentrale Rhythmus er besteht immer aus 2 Takten zu 4 Schlägen (rhythmische Liederform) der meist auf den drei Instrumenten Tres, Maraccas und Claves im Osten von Cuba gespielt wurde.
Um 1940 wurden die Musikgruppen aufgestockt und mit Kontrabass, Trompete und Bongos ergänzt.
Der Clave bildet dabei das Grundmuster des Son, das oft auch 3-2 Son oder bei Umkehrung der Takte 2-3 Son genannt wird.
Das spezielle und uns fremde ist die Dreiteilung des ersten Taktes und die Akzentsetzung des zweiten Taktes.

Das Tempo beim Son ist etwa 200 bpm also sehr zügig.
Auf Schlagzeug oder in der Percussions Gruppe gespielt, kommen da noch diverse weitere Noten dazu, aber der Akzent auf 1, 2&, 4 in erstenTakt und 2,3 in zweiten Takt bleibt erhalten und gibt dem Son seinen speziellen Charakter.

Der Son Cubana entstand in Havanna der Hauptstadt Kubas. Der Film von Wim Wenders (deutscher Regisseur und Fotograf) mit der Band „Buena Vista Social Clup“ machte Ihn dann auch bei uns berühmt.
Der Son (lat. Sonus > was Laut, Klang bedeutet) ist der Vater einiger weiterer bekannter Rhythmen, wie Montunio, Bolero, Guaracha, Rumba, Mambo und ist wohl auch beim Salsa Pate gewesen.
Dass der Son auf Kuba so rein erhalten blieb und als Urklang der Latino-Musik gilt, hat damit zu tun, dass Fidel Castro die Kubaner vor fremden Einflüssen ausgegrenzt hat, während in der USA den Afroamerikaner das Trommeln verboten wurde. Sie wichen daher auf das Singen von Gospelsongs aus.
Songo
Der Songo ist ein neuerer kubanischer Rhythmus, entwickelt vom Perkussionisten Changuito der Band “Los Van Van”.

Das ist nur ein Standardrhythmus als Basis.
Es gibt natürlich noch viele Variationen dazu, hier einige davon.

Samba
Als Samba bezeichnet man einen brasilianischen Musikstil, der meist mit der Stadt Rio de Janeiro in Verbindung gebracht wird, jedoch in unterschiedlichen Ausprägungen in ganz Brasilien gespielt und getanzt wird. Samba ist der Oberbegriff für verschiedene Musiktypen wie der Samba enredo der Karnevalsumzüge, der im kleinen Kreis gespielte Samba pagode, der traditionelle, ländliche Samba de roda oder der balladenhafte Samba Canção.
Die Wurzeln des Samba liegen vermutlich im Kongo (Sambesi Gebiet).
1917 wurde die erste Schallplatte mit einem Samba gepresst er hieß „pele telefone“ von der Banda Odeon gespielt, dieser Samba wurde ein Karnevalshit.
Nebenbei, der größte Carneval ist in „Sao Salvator da Bahia de Todos Santos“ wie die Stadt mit vollem Namen heißt, (zu Deutsch; der heilige Salvador zur Bucht der Allerheiligen), sie wird aber kurz Salvador genannt. Salvador ist die 3. größte Stadt in Brasilien und vermutlich auch die schönste, portugiesischte Stadt Brasiliens.
Son Cubano
Songo
Samba
Salsa (Tanz)
Auch die Salsa (man sagt wirklich die Salsa) entstand aus dem Contradance heraus und kommt von der Insel Hispaniola (Haitii & Domenikanischen Republik). Er verbreitet sich in 1970 in Süd- und Nordamerika und wandelte sich in Nordamerika zum New York Style.
Von Kolumbien aus verbreitete sich eine Salsavariante die vom Cumbia (Kolumbischer Volkstanz) geprägt war, in ganz Lateinamerika bis in die Südstaaten der USA, wo er entsprechend auch Cumbia-Style genannt wurde. Cumbias sind noch heute die Partyfeger weltweit.
Allen Salsa-Style ist gemeinsam der sogenannte „Cross Body Lead“.
Auch der Salsa Rhythmus ähnelt dem Son sehr. Das ist aber nicht die einzige Variante, wie es im Tanzstil verschiedenen Richtungen gibt, gibt es auch beim Salsa-Rhythmus ähnliches.
Cumbia (Tanz)
Der Name leitet sich von cumbé her, einem populären afrikanischen Kreis-Tanz aus der Region von Batá in Guinea. Dabei bedeutet „cum“ Trommel und „bé“ sich bewegen, sich schütteln. Im Laufe der Zeit vermischte sich der Cumbé mit indianischen „Azteken-Nachfahren“ und spanischen Elementen und wandelte sich so in die Cumbia, die paarweise getanzt wird.
Der Ur-Cumbia stammt aus Kolumbien, genauer der Karibischen Küste von Kolumbien. Es ist eine Mischung von Afro Rhythmen mit Indigo Melodie und die Variationen stammen von den Spanier. Gespielt wurde er ursprünglich nur instrumental mit Gaita (Flöte), Maracas (Kürbisrassel), Tambora (Basstrommel), und Llamador (kleine Trommel).
Das Zentrum der Cumbia-Musik ist heute Barranquilla an der Karibik-Küste Kolumbiens.
Oft wird der Cumbia Panama zugeschrieben weil es alte Dokumente gibt, allerdings gehörte Panama früher zu Kolumbien und der Cumbia wurde aus Kolumbien importiert.
das sind die Ur-Cumbia Instrumente.Cumbia Rhythmus
Cumbia wird im 4/4-Takt gespielt bei schnellem Tempo (160-250 bpm). Beim Cumbia sind die Grundschläge auf der 1 und der 3 deutlich markiert, oft mit Hilfe einer Marschtrommel. Der zweite und vierte Schlag wird meistens in Achtel unterteilt, die unterschiedlich akzentuiert werden können. Manche kolumbianische Musiker mischen in Live-Auftritten gerne ein paar Takte Cumbia in ihre Salsa-Arrangements, um so die Nähe der beiden Musikarten zu veranschaulichen.

Das ist eine Schlagzeugvariante des Cumbia, eigentlich braucht es aber ein Percussions Ensemble um dem Rhythmus gerecht zu werden.
Der Cumbia lässt sich auch für Europäer gut tanzen da er nicht wie beim Samba, Son oder Salsa die ungewohnten Off-Beat Akzente hat sondern sehr zügig und melodiös daher kommt (dem westlichen Marsch ähnlich der auch die Akzente auf 1und 3 hat).
Mambo
Der Mambo ist das Ergebnis der Mischung von Son (via Montuno und Guaracha) und Danzón. Den ersten echten Mambo schuf Dámaso Pérez Prado mit „Patrica“ dann kam „El Ruletero“, und später noch „El Cumbachero“. Er benutzte den Montuno und entfernte daraus Elemente des Ritmo-Nuevo. Dadurch konnte sich der neu definierte Mambo freier entfalten und individueller interpretiert werden. Ein Beispiel ist der „Que rico el Mambo“ auch von von Pérez Prado.
Der Mambo ist Rhythmisch komplex und nicht einfach zu spielen, deshalb wurde er vom Cha Cha Cha und vom Rumba verdrängt.
Bolero und Rumba (Tanz)
Der Bolero in Lateinamerika bezeichnet einen Tanz und eine Liedform in gerader Taktart und entstand im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts im Umfeld der kubanischen Trova (In Kuba und Kolumbien ist die Trova eine traditionelle Form des Gesangs). Als erster Bolero gilt "Tristeza", komponiert 1883 von José "Pepe" Sánchez (1856–1918), der als stilbildender Musiker der traditionellen kubanischen Trova angesehen wird. Ein typischer Bolero besteht aus zwei vier- oder fünfebigen Vierzeilern. Der zugrundeliegende Rhythmus war ursprünglich der Cinquillo des Danzón. Heute hört man meistens eine Variante des Beguine. Der dazugehörige Tanz ist die Rumba, wenn der Bolero nicht mit anderen Rhythmen wie Mambo oder Chachacha gemischt wird.
Der Bolero verbreitete sich überall da, wo kubanische Son-Gruppen auftraten, wurde aber mit dem Aufkommen des Tonfilms in ganz Lateinamerika besonders populär. So gilt inzwischen Mexiko als mindestens ebenso wichtig für den Bolero wie Kuba. Wichtige Komponisten von dort sind Consuelo Velázquez, María Grever oder der ehemalige Bordellpianist Agustín Lara aus Veracruz, dessen Lied Granada weltbekannt wurde. Seine wichtigsten Interpreten des mexikanischen Boleros, waren Toña La Negra (eigentlich: Antonia del Carmen Peregrino Alvarez, 1912–1981), Pedro Vargas, das Trio Los Panchos und Pedro Infante. Stets sind die Texte sentimental-romantisch; einen „Schlüssel-Bolero“ stellt wohl María Bonita dar, den Agustín Lara (1897–1970) seiner geschiedenen Frau, der berühmtesten Filmschauspielerin Mexikos der 40-iger und 50-iger Jahre María Félix (1914-2002), widmete.
Die in Mexiko lebende Peruanerin Tania Libertad ist heute eine der wenigen Interpreten, die sich um eine zeitgemäße Adaption des Boleros bemühen und ihn somit am Leben halten. Eine sehr emotionale Interpretin ist Lila Downs (hörenswert).

Salsa
Cumbia
Mambo
Bolero & Rumba (Tanz)
Cha Cha Cha
1951 führte Enrique Jorrín den Cha-Cha-Cha-Rhythmus unter dem von ihm gewählten Namen „Neodanzón“ (span. „neuer Danzón“) auf den kubanischen Tanzflächen ein. 1953 nahm die Orquesta América Jorríns Hits La Engañadora und Silver Star auf. Der neue Rhythmus kam beim Publikum sehr gut an und inspirierte die Tänzer zu einem Tanzschritt, der den Grundschritt des Mambos um einen schnellen Wechselschritt ergänzt. Dieser schnelle Wechselschritt verursachte laut Jorrín ein scharrendes Geräusch, das für ihn wie cha cha cha klang, und das er als rhythmische Gesangseinlage in einigen seiner Lieder einbaute. Dieses Geräusch und die daraus resultierende rhythmische Zählweise 2 3 Cha-Cha-Chas waren letztendlich namensgebend für den Tanz.

Bossa Nova
Der erste Bossa-Nova-Song hiess Chega de Saudade (zu Deutsch; genug der Traurigkeit), geschrieben von Antônio Carlos Jobim (Musik) und Vinícius de Moraes (Text) und bekannt geworden in der Interpretation von João Gilberto (Single 1958 und anschließend gleichnamiges Album). Gilberto und Jobim erregten mit ihrer neuen Mischung aus Samba (bzw. dem langsameren Samba Canção) und Cool Jazz immer mehr Aufsehen. Die Arrangements basierten auf einem oft flüsternden Gesangsstil begleitet von virtuos gespielter Gitarre. Ihr Musikstil und die Spielweise wurden sehr schnell von weiteren meistens jungen Musikern adaptiert.

Montuno
Der Ausdruck Montuno bezieht sich auf die Sierra Maestra, die zwischen Cabo Cruz und dem Hafen von Santiago entlang der Südküste Kubas verläuft. Die ersten Siedler, die sich im Osten der Insel niederließen, waren meist spanischer Herkunft; entweder kamen sie aus Andalusien oder von den Kanarischen Inseln. Zugleich liegt der Osten Kubas geographisch nahe an Haiti. Beim Aufstand gegen die französische Kolonialmacht 1791 flüchteten viele schwarze Landarbeiter von Haiti auf die Nachbarinsel Kuba und brachten ihre Trommelrhythmen mit den dazugehörigen Bräuchen, Gesängen und Tänzen mit. Diese vermischten sich im Laufe der Zeit mit der Gitarrenmusik der spanischen Farmer. Hier entstanden so bedeutende kubanische Rhythmen wie der Danzón und der Son. Der Montuno steht dabei für Ursprung und Originalität. Hier im Osten findet man die traditionellen Familienstrukturen mit ihren gemeinschaftlichen Festen; hier liegen die genuinen Wurzeln der kubanischen Musik.

Es gäbe noch viel zu den Lateinischen Rhythmen zu erwähnen. Vielleicht arbeite ich später weiter daran weiter.
Cha Cha Cha
Bossa Nova
Son Montuno