Kanon, Kantate, Konzert, Libretto, Lied
Veröffentlicht von Martin Küttel in 2 Genre · Sa 16 Mai 2026 · Minuten
Tags: Kanon, Kantate, Konzert, Libretto, Lied
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Kanon
Der Begriff Konzert ist in der Musik doppeldeutig und kann sowohl eine Veranstaltung als auch eine musikalische Werkgattung bezeichnen.Konzert als Veranstaltung (Institution)Dies ist die heute gängigste und allgemein verständliche Bedeutung.
Definition: Eine Live-Darbietung von Musik vor einem eigens zu diesem Zweck versammelten Publikum.
Zweck: Die Musik steht im Mittelpunkt (im Gegensatz zu Oper, Theater oder Tanzveranstaltungen, wo Musik nur ein Teil des Gesamtgeschehens ist).
Die Musik steht im Mittelpunkt (im Gegensatz zu Oper, Theater oder Tanzveranstaltungen, wo Musik nur ein Teil des Gesamtgeschehens ist).
Die Institution des öffentlichen bürgerlichen Konzerts entwickelte sich hauptsächlich im 18. Jahrhundert (z. B. das Concert spirituell in Paris) als Folge des bürgerlichen Musiklebens. Heute umfasst der Begriff Aufführungen aller Musikstile (Klassik, Rock, Pop, Jazz etc.).
Beispiele: Sinfoniekonzert, Popkonzert, Open-Air-Konzert.
Kantate
Die Kantate (lat. cantare „singen“) bezeichnet in der Musik eine Formenfamilie von mehrsätzigen Werken für eine oder mehrere Gesangsstimmen und Instrumentalbegleitung. Rezitative, Arien, Ariosi, Chorsätze, Choräle und instrumentale Vor- und Zwischenspiele können sich in beliebiger Anzahl abwechseln.
Es gibt sowohl geistliche (Johann Gottfried Walther: Cantata spirituali) als auch weltliche Kantaten. Als Kammerkantate wird eine Kantate ab dem 17. Jahrhundert bezeichnet, wenn sie nur für eine Vokalstimme, Generalbass und gelegentlich auch wenige Melodieinstrumente bestimmt ist. Die Choralkantate folgt im Duktus und Inhalt einem geistlichen Choral. Die Kinderkantate ist ein Werk für Kinderchor, die auch szenische und pädagogische Elemente enthalten kann. Für das Weihnachtsfest werden bis heute Weihnachtskantaten geschrieben.
Konzert
Das Instrumentalkonzert (allgemein Konzert genannt. Italienisch: Concerto) entstand in der Barockzeit als formale Gegenüberstellung von Soloinstrument(en) und Ensemble bzw. Orchester in abwechselndem künstlerischem Zusammenspiel von Tutti (alle) und Solo. Die Wurzeln des Begriffs concertare liegen in der italienischen Mehrchörigkeit des 16. Jahrhunderts.
Libretto
Das Libretto (italienisch für „Büchlein“; Diminutiv zu libro „Buch“; Plural: Libretti) ist der Text einer Oper, eines Oratoriums, einer Operette, eines Musicals oder einer Kantate; im weiteren Sinne werden auch Szenarien für Ballett und Pantomimen gelegentlich als Libretti bezeichnet. Der Begriff tauchte Anfang des 18. Jahrhunderts auf, wurde aber erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wirklich üblich. Der Verfasser eines Librettos wird als Librettist oder Textdichter bezeichnet.Die literaturwissenschaftliche Forschungsdisziplin, die sich mit dem Libretto als literarischer Gattung beschäftigt, ist die Librettologie.
Die Geschichte des Librettos beginnt mit der Geschichte der Oper. Da diese aus dem Versuch heraus entstand, die (als Einheit von Wort und Gesang gedachte) antike Tragödie wiederzubeleben, ist sie ebenso sehr literarischen wie musikalischen Ursprungs. Entsprechend kam dem Opernlibretto bereits in der Frühzeit der Gattung eine Schlüsselrolle zu.
Lied
Lied (aus mittelhochdeutsch liet, „Strophe“) ist der Sammelbegriff für kleinere, knapp gegliederte gesungene Kompositionen aus Musik und Liedtext. Diese Kurzform gibt es in allen Kulturen. Lieder bestehen gewöhnlich aus mehreren Strophen, die sich textlich unterscheiden, und einem Kehrvers, der mehrmals im Lied wiederholt wird.
Im Vordergrund steht die singbare, im Tonumfang meist begrenzte, rhythmisch-metrisch meist dem Sprachfluss des Textes folgende Melodik.
Das Lied ist die ursprünglichste und schlichteste Form der Lyrik, in der das menschliche Gefühl in seinen Stimmungen und Beziehungen eine reine und intensive Ausdrucksmöglichkeit findet. Die Volksballade war im Mittelalter ein volkstümliches, episches und strophisches Lied aus ritterlichen Kreisen, das später zum Volksgut wurde.
