Arie, Aubade, Blues, Charackterstück, Choral, Country, Divertimento
Veröffentlicht von Martin Küttel in 2 Genre · Mo 18 Mai 2026 · Minuten
Tags: Arie, Aubade, Blues, Charackterstück, Choral, Country, Divertimento
Tags: Arie, Aubade, Blues, Charackterstück, Choral, Country, Divertimento
Arie
Unter einer Arie (italienisch Aria = ‚Weise‘, ‚Luft‘; dies wiederum von lateinisch aer bzw. altgriechisch ἀήρ = ‚Luft‘) versteht man ein solistisch vorgetragenes Gesangsstück in der klassischen Musik.
Eine dazugehörige Instrumentalbegleitung kann von der reinen Continuo-Begleitung mit nur einer Laute oder einem Cembalo, über ein kleines Ensemble mit einem oder mehreren Solo-Instrumenten bis hin zu einem großen Orchester gehen.
Aubade
Die Aubade (IPA: [oˈbaːt], anhörenⓘ/?; französisch, von aube „Morgendämmerung“ → Tagelied; Mehrzahl aubades), spanisch Alborada, ist eine im 17./18. Jahrhundert entstandene musikalische Gattung (Gesang mit oder ohne Begleitung oder rein instrumental), die an den Höfen als „Morgenständchen“ musiziert wurde und ein Gegenstück zur Serenade, dem „Abendständchen“, bildet. Aubaden hatten auch oft einen zeremoniellen oder offiziellen Charakter. So wurde seit Ludwig XIV. am Versailler Hof dem König am 1. Januar von Trommlern des Regiments ein Ständchen gebracht. Nach diesem Vorbild wurden in den Provinzstädten auch Beamte anlässlich ihrer Wahl von Trommlern und Trompetern mit einer Aubade geehrt.
Blues
Blues ist eine vokale und instrumentale Musikform, die sich um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in der afroamerikanischen Gesellschaft der USA entwickelt hat. Der Blues bildet die Wurzel eines Großteils der populären Musik; Jazz, Rock, Rock ’n’ Roll und Soul sind nah mit dem Blues verwandt.
Der Country Blues war eine seiner frühesten Formen, und auch heute finden sich beispielsweise im Hip-Hop Elemente des Blues.
Die verbreitetste Bluesform hat zwölf Takte; die Melodie wird mit drei Akkorden begleitet.
Charakterstück
Ein Charakterstück, lyrisches Stück oder Genrestück ist ein kürzeres Musikstück vor allem für das Klavier. Es soll eine Stimmung ausdrücken, die zumeist mit einem Titel umschrieben wird. Als einer der ersten Vertreter des moderneren Charakterstücks schrieb der Prager Johann Wenzel Tomaschek ab 1807 im Laufe von über 30 Jahren insgesamt zehn Alben mit ausgeprägten Charakterstücken, meist in dreiteiliger Liedform.
Der Titel kann die Stimmung selbst bezeichnen, wie Sehnsucht (Franz Liszt), oder das Bild oder Ereignis, das zu dieser Stimmung führt, wie Wilder Reiter, Erster Verlust (Robert Schumann), Die Mühle im Schwarzwald (Richard Eilenberg).
Choral
Das Wort Choral (lat. Adjektiv choralis zu gr. χορός chorós „Chor“) bezeichnet ursprünglich die einstimmige vokale Kirchenmusik der westkirchlichen Liturgie, den auch Gregorianischer Choral genannten cantus romanus.
Im 14. Jahrhundert war vom cantus choralis sive ecclesiasticus („chormäßiger oder kirchlicher Gesang“) die Rede, wobei choralis sich auf die ausführende Schola bezog. So heißen auch in Kantaten und Oratorien eingefügte Liedstrophen „Choral“.
Country
Country-Musik, kurz auch Country [ˈkʌntri] genannt, ist eine aus den USA stammende Musikrichtung, die Anfang des 20. Jahrhunderts aus traditionellen Elementen der Volksmusik der europäischen Zuwanderervölker – insbesondere aus Irland und England – hervorging. Die ursprünglich in den südlichen Appalachen beheimatete Old-Time Music entwickelte sich durch urbane Einflüsse und Übernahme von Elementen anderer Musikgenres wie beispielsweise des Blues zur Country-Musik.
Der oft als Synonym gebrauchte Begriff Country & Western beziehungsweise C&W ist irreführend, da er suggeriert, dass es sich hierbei um ein einheitliches Genre handle. Der Begriff geht zurück auf eine Chart-Bezeichnung, unter der das amerikanische Billboard-Magazine in den 1940er Jahren Titel aus den Genres Country- und Western-Musik gemeinsam aufgelistet hat.
Divertimento
Als Divertimento (italienisch: Vergnügen, plural: Divertimenti) bezeichnet man ein mehr-sätziges Instrumentalstück. Dieses hat meist einen unterhaltsamen, heiteren bis tanzartigen Charakter und wird in unterschiedlicher Besetzung als „Tafelmusik“ oder „Freiluftmusik“ gespielt. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war das Divertimento an europäischen Höfen weit verbreitet und beliebt. Das Divertimento nimmt vor allem in der Wiener Klassik im Schaffen von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart (als Beispiel sei das Divertimento F-Dur, KV 138 genannt) sowie deren Zeitgenossen einen breiten Raum ein. Das späte Es-Dur-Divertimento für Streichtrio KV 563 von Mozart lässt die Aufwertung der unterhaltsamen Gattung zu einem Stück anspruchsvoller Kammermusik erkennen.
Im 19. Jahrhundert völlig aus der Mode gekommen, wurde es im 20. Jahrhundert von einzelnen Komponisten wieder aufgegriffen, wie zum Beispiel Divertimento für Streichorchester von Béla Bartók, Divertimento für kleines Orchester von Paul Graener oder im sinfonischen Divertimento for Orchestra von Leonard Bernstein.
