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Regenbogen Farben

Tiggi
Veröffentlicht von in Wissen · 21 Oktober 2017
Tags: Regenbogen
Es gibt sechs basis Farben. Aber es gibt sieben Farben im Regenbogen des wohl bekanntesten Symbol für Spektralfarben.
Von der warmen Farbe Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo bis zur kalten Farbe Violett.
Wer verflixt noch mal hat das entschieden! > ... Pythagoras? ...Isaak Newton ?

Wir sehen Farben als Lichtwellen. Das Licht kombiniert Farben gemäß der additiven Farbmisch-Methode mit den Grundfarben Rot, Blau und Grün und den sich daraus ergebenden Schnittmengen Gelb, Purpur, Cyan und Weiss. Letzlich auch noch Schwarz wen die Lischtquelle versiegt.



Was hat nun also Sir Isaac Newton damit zu tun? Er war derjenige, der im 17. Jahrhundert entdeckt hat, dass, wenn man mit Hilfe eines Prismas (beim Regenbogen sind das die Regentropfen in der Luft) das weiße Licht zerlegen kann und dass dann ein sichtbares Spektrum entsteht, bekannt als Farbspektrum oder auch Regenbogen.

Das antike Griechenland und Pythagoras hatten der Zahl 7 sehr grosse Bedeutung beigemessen, sie stand für Glück.
Es gab 7 Musiknoten, auch waren damals nur 7 Himmelskörper bekannt. Von daher haben wir heute sieben Tage in einer Woche, sieben Freie Künste, sieben Todsünden, sieben Weltwunder und die sieben Zwerge.

Wie kam nun der Regenbogen zu seinen 7 Farben?
Der pythagoräische Philosoph Philoalaus ist der erste bekannte Mensch, der behauptete, dass die Erde sich um ein „zentrales Feuer“ drehte (und nicht alles die Erde umkreiste). Diese Theorie wiederum wurde von Kopernikus genutzt, dem weitgehend die heliozentrische Theorie der Planetenbewegung zugesprochen wird. Newton vertraute auf die Arbeit von Kopernikus, als er sein Gravitationsgesetz entwickelte. Kurz gesagt, Newton fand die Ideen des Pythagoras mit der magischen 7 ziemlich gut.
Pythagoras gründete eine Schule. Die dort verbreiteten Ideen, die er massgeblich mitprägte, wurden zu einer Philosophie namens Pythagoreismus, welcher auf Mathematik und Mystik basierte, erklärt. Pythagoreismus beeinflusste einige der bekanntesten klassischen Denker, einschließlich Aristoteles und Plato.

Als Isaak Newton seine Arbeit mit den Farben begann, unterteilte er das Spektrum ursprünglich nur in fünf Farben (Rot, Gelb, Grün, Blau und Violett), aber revidierte die Zahl auf Sieben (um der magischen 7 zu zollen), indem er Orange und Indigo ergänzte, denn Pythagoras glaubte, dass es einen Zusammenhang zwischen Farbe und Musik gab. Und weil es sieben natürliche Noten gab, musste es also auch sieben wesentliche Farben geben
Im nächsten Bild zeit das Farbspektrum, die additive Mischung und der Farbkreis von Newton.



Der Regenbogen hat also 7 Farben weil es die alten Griechen als gut befanden und Newton den Ideen von Pythagoras zugeneigt war.
Wo bleibt da rationales Denken und die echte Physik die Newton sonst immer beschwor?

Man gab den Farben sogar Charaktereigenschaften:



ROT LEBEN – VITALITÄT – BASIS – BLUT > anregend, aufbauend, kraftvoll, aktiv


ORANGE LEBENSFREUDE – KREATIVITÄT – OPTIMISMUS > fröhlich, wegweisend, öffnend


GELB INTELLEKT – GLÄNZEND – LEUCHTEND> sonnig, leicht, beschwingt



GRÜN HARMONIE –  WACHSTUM – AUSGLEICH > gerecht, zentriert, grosszügig


HELLBLAU WAHRHEIT – KOMMUNIKATION – GRENZENLOSIGKEIT > sanft, beruhigend, entspannend.

BLAU GEFÜHLSWELT – PASSIVITÄT – VERTRAUEN > kühlend, stärkend, schmerzlindernd


VIOLETT REINIGUNG – SPIRITUALITÄT – INTUITION > verbindend, idealistisch, wertvoll





Und wie entsteht der Regenbogen?

Sonnenlicht ist weiss und durchdringt einen kegelförmigen Wassertropfen. Dabei wird das Licht je nach seiner Wellenlänge unterschiedlich schnell den Wassertropfen durchqueren. Beim ersten Übergang von Luft nach Wasser findet eine Brechung des weißen Lichtes statt. Dabei wird es in seine Spektralfarben aufgefächert. Das rote Licht wird dabei am wenigsten, das blaue Licht am stärksten gebrochen. So kommt es zur Entstehung des Hauptbogens

Ein Teil des in den Regentropfen gelangten Lichtes wird an dessen Rückwand reflektiert  und dann beim Austritt aus dem Regentropfen noch einmal gebrochen. Es entsteht der Nebenbogen, der meist viel schwächer erscheint, weil nur ein kleiner Anteil des Lichtes zweimal gebrochen wird.



Wie aus der untenstehenden Skizze zu sehen ist, fällt vom obersten Tropfen rotes Licht, vom untersten Tropfen blaues Licht in das Auge. Deshalb sehen wir beim Hauptregenbogen außen rot und innen blau.



Um einen Regenbogen sehen zu können braucht es eine spezielle Konstellation:
Sonne im Rücken (ziemlich flach)
Leichter Regen (Tropfen in der Luft)
Tageslicht

Hinweise zum Bild
Draußen in der Natur ist das Auge wesentlich weiter von den Regentropfen entfernt. Die Winkel den das rote bzw. blaue Licht mit der Horizontalen bilden sind nahezu gleich, nämlich ca. 42°.
Dass rotes Licht in das Auge des Betrachters fällt, gilt für alle Regentropfen, die er unter dem gleichen Winkel sieht. Diese Tropfen liegen auf einem Kreisbogen.
Beim Nebenregenbogen tritt im Tropfen eine zweimalige Reflexion auf. Er wird unter einem Winkel von 51° beobachtet und hat gerade die umgekehrte Farbanordnung wie der Hauptregenbogen.

Der Autor Martin Küttel
Quellen: Eigene Bilder, Theorie "Spectrum der Physik"


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